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Motorrad einwintern: Die wichtigsten Tipps für die Winterpause

Die Motorradsaison geht zu Ende und das Bike verschwindet für einige Monate in der Garage. Für viele Biker ein trauriger Moment. Wer sein Motorrad richtig einwintern möchte, sollte ein paar wichtige Punkte beachten.

Von der gründlichen Reinigung über Batterie und Reifen bis zum richtigen Abstellplatz. Mit diesen sieben Tipps kommt dein Motorrad gut durch den Winter und ist im Frühjahr schneller wieder startklar.

Die wichtigsten Tipps zum Motorrad einwintern

Ja, es gibt sie. Hartgesottenen Biker, die an 365 Tagen im Jahr Motorrad fahren. Doch viele schicken ihr Bike in der kalten Jahreszeit in den Winterschlaf. Draussen ist es kalt, die Straßen- und Witterungsverhältnisse schwanken und trübes Wetter steht dem echten Bikegenuss im Weg. Vorab sei gesagt, dass es nicht DIE eine Lösung gibt, jedoch sollten einige Grundregeln beachtet werden

Kurz gesagt:

  • Motorrad gründlich reinigen und pflegen.
  • Kette reinigen und schmieren.
  • Für einen geeigneten und trockenen Abstellplatz sorgen.
  • Tank und Kraftstoffsystem entsprechend dem Motorrad vorbereiten.
  • Batterie ausbauen oder nach Herstellervorgaben über den Winter versorgen.
  • Reifendruck kontrollieren und Reifen entlasten.
  • Kennzeichen bei längerer Winterpause gegebenenfalls hinterlegen.

Tipp 1: Motorrad gründlich reinigen und pflegen

Bevor das Motorrad für mehrere Monate abgestellt wird, solltest du es gründlich reinigen. Schmutz, Feuchtigkeit und Rückstände von der Straße können während der Winterpause Korrosion begünstigen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Kette, Felgen, Auspuffanlage, Schalter, Lenkerarmaturen und andere Metallteile. Schwer zugängliche Stellen kannst du mit einer Zahnbürste von Schmutz und Ablagerungen befreien. Wichtig dabei, dass du das Motorrad vollständig trocknen lässt. Anschließend können geeignete Pflege- und Konservierungsmittel aufgetragen werden. Zum Schluss noch unbedingt die Kette sauber machen und mit geeignetem Kettenspray schmieren.


Tipp 2: Der richtige Abstellplatz im Winter für dein Motorrad

Wohin nun mit dem Motorrad? Ideal ist ein trockener, geschützter und möglichst gleichmäßig temperierter Raum. Eine Garage ist dafür natürlich optimal. Auch ein gut geschütztes Carport funktioniert, wenn das Motorrad dort vor Schnee, Regen und Witterung abgeschirmt ist. Wenn du dein Bike mit einer Abdeckplane zudeckst, solltest du auf eine atmungsaktive Motorradabdeckung setzen. Eine einfache Plastikplane kann Feuchtigkeit unter der Abdeckung einschließen und damit Korrosion begünstigen.

Zusatztipp: Viele Händler bieten einen speziellen Einstellservice.


Tipp 3: Tank und Kraftstoffsystem vorbereiten

Bei Motorrädern mit Metalltank empfiehlt es sich, das Fahrzeug mit möglichst wenig Luft im Tank einzuwintern. Ein voller Tank kann dabei helfen, die Bildung von Kondenswasser und damit Korrosion im Tank zu reduzieren. Bei Motorrädern mit Kunststofftank spielt dieser Punkt eine deutlich geringere Rolle.

  • Ethanolfreien Sprit wählen: Tanke vor dem Einwintern Premium-Kraftstoff. Dieser enthält in der Regel keinen biobasierten Ethanolanteil (auch wenn die Zapfsäule rein rechtlich als E5 gekennzeichnet sein muss). Wo kein Ethanol ist, entfällt das Risiko der Phasentrennung am Tankboden. Somit kann sich am Tankboden kein Wasser absetzen und korrodieren.
  • Benzinstabilisator (Additive) nutzen: Gib einen Kraftstoffstabilisator in den Tank. Dieser bindet Feuchtigkeit, verhindert die Oxidation des Benzins und schützt das Metall aktiv vor Korrosion.
  • Randvoll tanken: Mit ethanolfreiem Sprit plus Additiv schützt das Volltanken den oberen Bereich perfekt vor Kondenswasser.

Tipp 4: Umgang mit der Motorradbatterie

Lange Standzeiten können für Batterien zur Belastungsprobe werden. Wichtig ist, einer Tiefenentladung vorzubeugen. Wenn das Fahrzeug in einer warmen Garage steht, kannst du einfach den Plus-Pol abklemmen. Steht das Fahrzeug draussen oder ist Temperaturschwankungen ausgesetzt, dann bau die Batterie aus und schließe sie regelmäßig an spezielle Ladegeräte an. 

Podcast: Alles über Batterien


Tipp 5: Motorrad aufbocken bzw. Reifen entlasten

Damit die Reifen keine Standplatten bekommen, Motorrad aufbocken oder Reifendruck um 0,5 Bar erhöhen. Mache das idealerweise mit einem Motorradheber bzw. nutze den Hauptständer.


Tipp 6: Ölwechsel vor oder nach dem Winter?

Beides ist möglich. Viele wechseln das Öl lieber vor dem Winter, damit keine alten Rückstände im Motor bleiben. Wer das Service im Frühjahr machen lässt, kann es auch dann erledigen. Wichtig: Altöl gehört fachgerecht entsorgt und darf keinesfalls einfach in den Hausmüll oder Abfluss gelangen.

Podcast: Alles über Öl


Tipp 7: Kennzeichen hinterlegen

Klemme dir dein Kennzeichen unter den Arm und hinterlege es samt Zulassungsschein bei einer Zulassungsstelle. So sparst du bares Geld und musst während dieser Zeit keine Versicherungskosten tragen. Die Hinterlegung ist bis zu einem Jahr möglich.

Wichtig: Erst wenn die Kennzeichentafeln mindestens 45 Tage hinterlegt waren, entfallen für diesen Zeitraum die Versicherungskosten. Während der Hinterlegung darf das Motorrad außerdem nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen abgestellt werden.


Fazit: Der Winter ist nur eine Pause

Ein paar Stunden liebevoller Arbeit am Ende der Saison macht sich im Frühjahr bezahlt. Wenn du dein Motorrad reinigst, pflegst, die Batterie richtig versorgst, die Reifen entlastet und es trocken abstellst, hast du die besten Voraussetzungen für einen problemlosen Saisonstart.

Und bis dahin? Plane neue Touren, Equipment pflegen, Shoppen oder eine kleine Dosis Zweiradfeeling auf der Konsole holen.

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